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SEO: Die "Google Bubble" und wie man sie umgeht

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Heute will ich mal einen kleinen Ausflug in die Welt der Search Engine Optimization, kurz SEO, machen. Ich bin kein Profi darin, will aber meine Erfahrungen teilen.

Kleine Webmaster und Blogger kennen das sicherlich. Man will wissen, wie gut die eigene Seite bei bestimmten Suchbegriffen steht - und googelt diesen Begriff dann einfach. So auch bei Hannes Schurig, der mich erst für diese Problematik sensibilisierte. Das Problem, dessen sich viele nicht bewusst sind, liegt im Detail: Google hat viele tausende Arbeitsstunden damit verbracht, uns die besten Suchergebnisse zu liefern, die wir erwarten. Und genau in diesem Nebensatz steckt der Haken. Google personalisiert die Suchergebnisse für jeden von uns. Wenn man viel in eine thematische Richtung sucht, findet man mehr Ergebnisse dieser Richtung. Um ein überspitztes Beispiel zu bringen: Sucht man oft nach Webseiten, die die Vorzüge von Windows hervorheben, wird man danach bei der Suche nach Webseiten, die die Vorteile von Linux hervorheben, eher Webseiten finden, die Windows und Linux vergleichen und dann Windows als Sieger dieses Vergleichs darstellen. Oder man findet bei der Suche nach Nachteilen von Windows Webseiten, die diese Nachteile relativieren (vgl. diesen englischen Artikel). Man kommt mit dieser Personalisierung schwieriger zu neutralen und von den bisherigen Suchen unabhängigen Ergebnissen. Das Feature nennt Google selbst Webprotokoll, das Phänomen habe ich kennen gelernt als die Google Bubble.
Doch wie kann man sich dagegen schützen? Und wie kann man dann neutrale Ergebnisse erzielen, etwa um mal sein eigenes Ranking bei einigen Suchtermini zu begutachten?

Schützen ist erstmal recht einfach. Aus dem Google Konto ausloggen, alle Google Cookies löschen und blockieren, außerdem das Webprotokoll abschalten. Das kann man über das Zahnrad in der rechten oberen Ecke auf der Google Seite machen (s. Bild). Dass das Webprotokoll dadurch abgeschaltet ist, muss man Google allerdings glauben, eindeutige Beweise kann man nur schwer finden, was hinter den Kulissen vor sich geht, weiß man als Benutzer sowieso nicht. Außerdem sind dann vermutlich immernoch die bisherigen Personalisierungen aktiv.

Also beschränken wir uns erstmal auf die neutrale Suche. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten, ich habe gute Erfahrungen mit einer Metasuchmaschine - also mit einer Website, die die Suchergebnisse einer anderen Suchmaschine aufbereitet - gemacht. Diese Website heißt Scroogle. Scroogle hat sich die Anonymisierung von Google Suchen auf die Fahnen geschrieben. Wie das System genau funktioniert, lest ihr euch am Besten bei Scroogle selbst durch.

Damit ist es aber eben möglich die hervorragenden Suchergebnisse von Google auch ohne Personalisierung zu bekommen.

Was ist euer Weg? Wie würdet ihr es machen? Wie gesagt bin ich kein SEO Profi, daher nehme ich gerne Tipps oder Berichtigungen entgegen.


Bild: untitled (Pascal Terjan) / CC BY-SA 2.0
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