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Linux: Cinnamon Panelgröße modifizieren

• Linux • Comments

Wie ich ja schonmal nebenbei erwähnt hatte, nutze ich seit dem Jahreswechsel verstärkt Linux als Standard Betriebssystem. Meine Wahl ist aus verschiedenen Gründen auf den momentan gefeierten Newcomer in der Szene gefallen, Linux Mint. Die Minter arbeiten am Cinnamon Desktop, der Gnome3 in meinen Augen weit überlegen ist, weswegen ich ihn auch nutze. Allerdings ist Cinnamon noch jung und viele Einstellungen sind noch nicht im Einstellungsmenü implementiert. So wollte ich das Bottompanel vergrößern, da es auf meinem 23"-Monitor kaum zu sehen, geschweige denn zu lesen war. Dies geht über das Cinnamon Einstellungsmenü leider noch nicht.

Ich habe diverse Foren durchsucht, doch nur halbgare Lösungen gefunden. Deswegen habe ich mich selbst auf den Hosenboden gesetzt und tatsächlich eine Lösung gefunden. Ich nutze das Standardtheme, aber es sollte auch mit allen anderen gehen.

Hierzu müsst ihr in insgesamt drei Dateien editieren. Alle drei müsst ihr als Root bearbeiten, da ihr sie sonst nicht speichern könnt. Also entweder einmal gedit über das Terminal ausführen und daraus alle Dateien öffnen

gksudo gedit

oder alle Dateien einzeln mit gedit öffnen

gksudo gedit /usr/share/cinnamon/theme/cinnamon.css

oder eben alle Dateien auf die gute alte Art mit nano oder vi

sudo nano /usr/share/cinnamon/theme/cinnamon.css

Folgende Dateien müsst ihr wie folgt bearbeiten:

  1. /usr/share/cinnamon/theme/cinnamon.css: Sucht nach panel und ihr seid im richtigen Bereich. Editiert dort den Wert height nach euren Belieben.

    Der font-size Wert etwas oben drüber kann übrigens auch direkt für die Anpassung der Schriftgröße benutzt werden.
  2. /usr/share/cinnamon/js/ui/panel.js: Sucht nach const PANEL_HEIGHT und ihr habt schon den richtigen Wert. Ändert auch diesen auf den gleichen Wert wie bei Nummer 1.
  3. /usr/share/cinnamon/js/ui/layout.js: Sucht nach Main.desktop_layout == Main.LAYOUT_TRADITIONALund ihr seid im richtigen Abschnitt. Nun kommt es darauf an, ob ihr das traditionelle Layout oder das klassische nutzt.
    • Nutzt ihr das traditionelle Layout, ändert die oberen beiden Werte, die standardmäßig auf 25 stehen.
    • Nutzt ihr das klassische Layout, ändert die beiden unteren Werte. Auch diese sind standardmäßig auf 25.

Loggt euch hiernach aus und wieder ein. Alt+F2 und der r-Befehl klappen mit diesen Änderungen nicht immer zuverlässig und produzieren seltsame Layoutfehler, weswegen ich auf Nummer sicher gehen würde.

OT: Mac ist soooo klasse. Nicht!

• Offtopic • Comments

Vorab: Dies ist absolut subjektiv und ein bisschen mit Brass geschrieben. Deswegen steht dieser Beitrag auch im Offtopic-Bereich.

Vor ein paar Tagen habe ich die Rezension des MacBook Pro 15" veröffentlicht. Ich war nicht begeistert und würde mir so ein Gerät nie kaufen, dafür ist der Preis zu hoch und der Mehrwert zu gering, aber zumindest war ich an einigen Stellen positiv von Apple überrascht.

Die Ernüchterung ließ aber nicht lange auf sich warten. Zu Testzwecken wollte ich eine Teamviewerverbindung mit dem Rechner aufbauen. Also den Teamviewer heruntergeladen, installiert und gestartet. Da ich beruflich sehr viele Kollegen betreue, nutze ich die Möglichkeit von Teamviewer, ein Konto zu erstellen, um die verschiedenen Kollegen dort zu verwalten. Also wollte ich mich dort einloggen. Bei der Eingabe der E-Mail Adresse nutzte ich - als jemand, der auf dem Mac nicht heimisch ist - instinktiv die Tastenkombination CMD+Q für ein @. Wie Macianer (und ich jetzt auch) wahrscheinlich wissen, steht diese Tastenkombination für Quit, also das schnelle Beenden von Programmen. Etwa so, wie ALT+F4 bei Windows. Nur schloß sich der Teamviewer nicht, er stürzte ab. Keine Reaktion mehr, keine Möglichkeit das Programm problemlos zu schließen.

Also musste ich, der dadurch sowieso schon leicht gereizt war, weil ich eigentlich nur 5 Minuten testen wollte, nun nochmal nach einer Art Taskmanager für OSX suchen - seltsam, dass es so etwas gibt, viele Mac-Fanboys erzählten mir, die Anwendungen würde niemals, niemals, nie abstürzen - fand diesen auch (Im Menü gibt es unter dem Applezeichen einen Punkt "Sofort beenden") und konnte damit dem Teamviewer dann auch den Garaus machen.

Beim Schreiben dieses Beitrags durfte ich dann auch noch feststellen, dass OS X zwar eine Windows weit überlegene Screenshotfunktion hat, aber die Möglichkeit den angezeigten Cursor - in dem Fall das Sanduhrpendant von OS X - mit aufs Bild zu bekommen, habe ich auf die Schnelle nicht finden können.

Immerhin ließ sich der Teamviewer dann mit der richtigen @-Kombination zur einwandfreien Funktion bewegen. Aber mal ehrlich: Wer hat sich denn die Kombination ALT+L für den Klammeraffen ausgedacht? Ich empfand diesen Shortcut als sehr umständlich.

 

Dateien von Sourceforge mit WGET runterladen

• Linux • Comments

Wenn man auf einem Linux Server arbeitet ist das meistens auf der Shell. Um hier schnell ein paar Dateien herunterzuladen, bietet sich dann meist der wget-Befehl an. Will man nun aber die Quellen einer Software von Sourceforge herunterladen, stellt man fest, dass sich das schwieriger als erwartet gestaltet. Es gibt ohne Weiteres keinen Direktlink, den man eingeben könnte. Geht wie folgt vor, um eure gewünschte Software mit WGET von Sourceforges Servern zu saugen, ich erkläre am Beispiel von APCupsd, was ich herunterladen wollte.

  1. Navigiert mit einem anderen Gerät durch das Downloadangebot eures gewünschten Programms, bis ihr auf die Downloadseite eurer gewünschten Software kommt. Sieht etwa so aus:
  2. Die URL dieser Seite ist der Link, den wir benötigen (siehe Markierung im Bild). Den tippen wir jetzt auf der Linuxmaschine ab. Beachtet, dass Leerzeichen hierbei durch %20 ersetzt werden.
  3. Damit könnte man sich schonmal die Datei runterladen. Damit diese aber auch vernünftig heißt, nutzen wir noch den -O Parameter, um den Namen anzupassen. So sah dann der komplette Link für mich so aus:
    wget -O apcupsd-3.14.10.tar.gz http://sourceforge.net/projects/apcupsd/files/apcupsd%20-%20Stable/3.14.10/apcupsd-3.14.10.tar.gz/download

Sourceforge erklärt das auf dem Teamblog auch nochmal.

vMA und SUSE: Proxy-Server konfigurieren.

• Administration and Linux • Comments

Eigentlich wird bei der Ersteinrichtung des vSphere Management Assistent auch ein Proxy-Server abgefragt. Doch offensichtlich klappt diese Einrichtung nicht. Um also auf dem vMA, der bekanntlich auf SUSE basiert, einen Proxy manuell einzurichten, müsst ihr die Datei /etc/sysconfig/proxy bearbeiten. Dies funktioniert so natürlich auch bei normalen SUSE Produkten und eventuell auch bei anderen Distributionen.

vi /etc/sysconfig/proxy

Wie immer, wenn ich einen Beitrag mit vi schreibe, verweise ich auf eine Anleitung zur Bedienung desselbigen.
Beim vMA und auch bei SUSE sollte diese Datei schon vorkonfiguriert sein. Das sieht dann etwa so aus:

## Path:	Network/Proxy
## Description:	
## Type:	yesno
## Default:	no
## Config:      kde,profiles
#
# Enable a generation of the proxy settings to the profile.
# This setting allows to turn the proxy on and off while
# preserving the particular proxy setup.
# 
PROXY_ENABLED="no"

## Type:	string
## Default:	""
#
# Some programs (e.g. lynx, arena and wget) support proxies, if set in
# the environment.  SuSEconfig can add these environment variables to
# /etc/SuSEconfig/* (sourced by /etc/profile etc.) -
# See http://portal.suse.com/sdb/en/1998/01/lynx_proxy.html for more details.
# Example: HTTP_PROXY="http://proxy.provider.de:3128/"
HTTP_PROXY="http://proxy.provider.de/"

## Type:	string
## Default:	""
#
# Some programs (e.g. lynx, arena and wget) support proxies, if set in
# the environment.  SuSEconfig can add these environment variables to
# /etc/SuSEconfig/* (sourced by /etc/profile etc.) -
# this setting is for https connections
HTTPS_PROXY="http://proxy.provider.de/"

## Type:	string
## Default:	""
#
# Example: FTP_PROXY="http://proxy.provider.de:3128/"
#
FTP_PROXY="http://proxy.provider.de/"

## Type:	string
## Default:	""
#
# Example: GOPHER_PROXY="http://proxy.provider.de:3128/"
#
GOPHER_PROXY="http://proxy.provider.de/"

## Type:	string(localhost)
## Default:	localhost
#
# Example: NO_PROXY="www.me.de, do.main, localhost"
#
NO_PROXY="localhost, 127.0.0.1"

Ist das bei euch anders, kopiert ihr am besten einfach den obigen Text. Um nun einen Proxy einzustellen, müsst ihr jetzt folgende Werte entsprechend ändern und dabei proxy.provider.de durch euren Proxy ersetzen. Der Port kommt wie gewohnt in Doppelpunkten dahinter, also etwa proxy.adminswerk.de:3128.

PROXY_ENABLED="yes"
HTTP_PROXY="http://proxy.provider.de/"
HTTPS_PROXY="http://proxy.provider.de/"
FTP_PROXY="http://proxy.provider.de/"
GOPHER_PROXY="http://proxy.provider.de/"

Da der vMA bei mir danach noch seltsame Zicken gemacht hat, empfehle ich anschließend einen Neustart.

Rezension: MacBook Pro 15"

• Hardware • Comments

Ich hatte bedingt durch den Wunsch einer Kollegin die Möglichkeit, ein brandneues MacBook Pro 15" einzurichten und dabei zu testen. Meine Eindrücke will ich hier mit euch teilen. Eins vorweg: Ich bin ein absoluter Apple Gegner, was mit ihrer Preispolitik, ihrem standardfeindlichen Verhalten sowie ihrer "Design over Functionality"- und ihrer Golden Garden-Strategie zu tun hat, welche jedem Informatiker zuwider sein sollte. Trotzdem habe ich versucht so neutral wie möglich an die Sache heranzugehen. Ich will mich hier nur mit dem Material beschäftigen, da die Hardware der Macbooks immer etwas variiert und immer mal wieder komplett ausgetauscht wird. Dass die Geräte im Schnitt sowieso ca. 25% teurer sind als vergleichbare PCs, ist ja nun auch kein Geheimnis.

Hülle und Peripherie

Die Verarbeitung des MacBook Pro ist wirklich gut. Nichts wirkt wackelig und durch den Unibody aus Alu macht auch die Hülle einen hervorragenden Eindruck. Leider hat dieser Unibody bei so großen Geräten aber auch einen Nachteil. Das Gerät wirkt deutlich schwerer, als vergleichbare Geräte ohne dieses Designfeature. Weiterer kleiner Nachteil des Alugehäuses: Beim Öffnen des Geräts habe ich regelmäßig eine kleine statische Entladung abbekommen, wenn ich falsch gekleidet war.

Als Neuling bei mobilen Apple Geräten (von den Towern will ich nicht reden) war ich erstmal begeistert von der Netzteillösung von Apple. Wie das Gerät über einen magnetischen Stecker mit Strom versorgt wird, fand ich wirklich klasse. So kann man nicht mal eben das MacBook vom Tisch reißen, wenn man am Kabel hängen bleibt. Doch auch hier zeigte sich wieder Apples Standardfeindlichkeit. Vom Netzteil zur Steckdose geht natürlich kein Kaltgerätestecker oder ein Micky-Maus Stecker, sondern ein proprietärer Anschluss.

Durch die magnetische Verriegelung der Klappe geht das Gerät nicht irrtümlich auf. Dafür bekommt man es dann allerdings auch nur relativ schwer auf.

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